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Bei diesem ersten Halbfinale zwischen dem schwedischen und dem finnischen Vertreter einen Favoriten auszumachen,
wäre sicherlich vermessen. Nach der derben Niederlage gegen Pixbo konnte man vielleicht Espoo eine leichte Schwäche
unterstellen, dies schien sich auch nach 31 Sekunden mit dem 1:0 für Haninge zu bestätigen. Danach
folgte ein fantastisches, schnelles, technisch hochwertiges Spiel, bei dem die beiden Torhüter Wester und Ketonen
zu den Dominatoren avancierten. Insbesondere Wester machte haufenweise finnische Angriffe zunichte.
Auch das erste Tor des zweiten Abschnitts gehörte nach fünf Minuten dem Team aus Haninge. In der zweiten Hälfte
des zweiten Abschnitts folgte die Zeit des Sami Kuronen. Der Finne, der als einer der besten Spieler
der Welt gilt, erzielte erst in der 33. Minute das 2:1, dann verteidigte er seinen Torwart, als Ketonen angegriffen wurde.
Kuronen musste für fünf, ein Mitspieler weitere zwei Minuten auf die Strafbank. In den folgenden fünf
Minuten zeigten die Oilers Boxplay vom Allerfeinsten, zudem zeigte Ketonen reihenweise unglaubliche Paraden. Die Sympathie
in der Halle war in der Folge deutlich zugunsten der Finnen verteilt.
Großer Jubel brandete dementsprechend in der 42. Minute auf, als Tero Karppanen zum 2:2 ausglich. Je länger die
Partie dauerte, desto mehr lauerten die Teams in einer hochspannenden Endphase auf die Fehler des Gegners. Darauf mussten sie aber
bis in die 34. Sekunde der Overtime warten, in der Pasi Kotilainen die Finnen mit einem Sonntagsschuß ins Finale schoß.
Eine wirklich schwächere Mannschaft in diesem Spiel auszumachen, das ich naheuzu mit dem WM-Finale 2002 vergleichen
möchte, wäre sicherlich falsch. Haninge verpaßte in der Endphase des zweiten Drittels die große Chance, den
Sack zuzumachen.







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